Riccarda Schaller im Videointerview: «Wir müssen auch mal etwas wagen»

Wie werden junge Menschen für kirchliche Berufe begeistert? Und weshalb ist die Kirche auch heute eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft? Riccarda Schaller spricht über sinnvolle Arbeit, die neue Webplattform, die Zebi und den Mut, Veränderungen anzustossen.

Freitag, 9. Oktober 2026

Politologin und Kommunikationsfachfrau Riccarda Schaller. (Bild: Raul Steffer) Politologin und Kommunikationsfachfrau Riccarda Schaller. (Bild: Raul Steffer)

Riccarda Schaller bringt Erfahrungen aus Politik, Kommunikation und Bildung mit. Heute setzt sie sich im Auftrag der reformierten Kirchen der Zentralschweiz dafür ein, Interessierten die vielfältigen Berufsmöglichkeiten innerhalb der Kirche näherzubringen. Dabei ist sie überzeugt: Wer eine Arbeit sucht, die Sinn stiftet, Wertschätzung vermittelt und Menschen verbindet, kann in der Kirche viel bewegen.

Schnuppern in der ganzen Zentralschweiz
Genau darin sieht Schaller eine Chance für die Kirche als Arbeitgeberin. Nur: Bei der Berufswahl steht sie bei vielen Jugendlichen nicht weit oben auf der Liste. Und was sich hinter «kirchlichen Berufen» alles verbirgt, dürfte vielen kaum bekannt sein. Hier setzt das Projekt zur Förderung kirchlicher Berufe der reformierten Zentralschweizer Kirchen an. Über die Plattform mit-sinn.ch können Interessierte jeden Alters inzwischen elf verschiedene kirchliche Berufe kennenlernen und vor allem vor Ort in der gesamten Zentralschweiz ausprobieren, ob einer davon zu ihnen passen könnte.

Dort sein, wo Interessierte an Aus- und Weiterbildung sind
Dann geht die Kirche dorthin, wo sich rund 15'000 Jugendliche und 11'000 Erwachsene zur beruflichen Zukunft informieren wollen: an die Zebi, die Zentralschweizer Bildungsmesse. Vom 5. bis 8. November präsentieren sich die reformierten Kirchen der Zentralschweiz erstmals dort gemeinsam. Berufsfachpersonen und Auszubildende werden vor Ort sein, Fragen beantworten und von ihrem Berufsalltag erzählen. Zudem gibt es spannende gemeinsame Aktivitäten wie "Ja, ich will - kirchliche Trauung fotografieren" oder den "Sinn-Kompass - wohin kann es gehen?". 

Videointerview
Im Gespräch mit Carole Bolliger, Redakteurin des Kirchenboten, erzählt sie, weshalb sie die gesellschaftliche Bedeutung der Kirche besonders schätzt. Gerade auf Gemeindeebene leiste diese einen wertvollen Beitrag zum Zusammenhalt. Sie spricht darüber, wie die Kirche junge Menschen erreichen kann, warum es Offenheit für neue Ideen braucht und welche Chancen sie in der Vielfalt kirchlicher Berufe sieht.