Synode: Gerhard Zeilinger in den Synodalrat gewählt
Der Synodalrat der Reformierten Kirche Kanton Luzern ist wieder vollständig. Die Synode hat Gerhard Zeilinger im ersten Wahlgang gewählt. Für den vakanten Sitz kandidierten zwei Mitglieder der Synode: Silvia Rose aus Meggen sowie Gerhard Zeilinger aus Sursee.
Montag, 1. Juni 2026
Das Parlament der Reformierten Kirche Kanton Luzern hat Gerhard Zeilinger im ersten Wahlgang der Ersatzwahl in den Synodalrat gewählt. Er wird das Departement Gesellschaft übernehmen. Der 52-Jährige ist mit seiner Familie wohnhaft in Sursee und war bisher in der Synode sowie Mitglied der Geschäftsprüfungskommission (GPK). Beruflich ist Gerhard Zeilinger als Kundenberater Privat- und Gewerbekunden in einer Bank tätig. Weitere Mitglieder des Synodalrats sind: Präsidentin Dr. Lilian Bachmann, Vizepräsidentin Manuela Jost, Pfarrer Ulf Becker und Markus Pfisterer.
Jahresrechnung 2025
Die Jahresrechnung 2025 der Reformierten Kirche Kanton Luzern schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 169‘000 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von rund 172‘000 Franken. Der Steuerertrag fiel mit 2,97 Millionen Franken um rund 190‘000 Franken oder knapp sieben Prozent höher als budgetiert aus. Demgegenüber lag der betriebliche Aufwand mit 2,83 Millionen Franken um rund 178‘000 Franken oder knapp sechs Prozent unter Budget. Das positive Rechnungsergebnis ist insbesondere auf höhere Steuererträge von juristischen Personen sowie eine konsequente Budgetdisziplin zurückzuführen. Die Synode genehmigte die Jahresrechnung 2025. Bei der Verwendung des Ertragsüberschusses folgte sie dem Antrag der GPK und wies 139‘000 Franken des Überschusses dem Eigenkapital zu. Der Antrag des Synodalrats, 130‘000 Franken in den Fonds für Seelsorge und Diakonie sowie 9‘000 Franken dem Eigenkapital zuzuweisen, fand knapp keine Mehrheit. Weiter spendet die Reformierte Kirche Kanton Luzern dem Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirchen Schweiz (HEKS) 10‘000 Franken für humanitäre Hilfe und 20‘000 Franken an das Ökumenische Institut Luzern an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern.
Jahresbericht vorgestellt
Synodalratspräsidentin Dr. Lilian Bachmann präsentierte den Jahresbericht 2025, der visuell aufbereitet als digitaler Jahresrückblick unter report.reflu.ch veröffentlicht ist: «Der Jahresbericht zeigt eine Landeskirche, die ihre Verantwortung wahrnimmt und ihre Angebote an den Bedürfnissen der Bevölkerung im Kanton Luzern ausrichtet. Ein Beispiel dafür ist das Projekt der Gesundheitsseelsorge, welches schweizweit neuartig ist. Der Projektstart verläuft sehr erfolgreich und stösst bei Institutionen wie auch bei Einzelpersonen auf grosses Interesse und Nachfrage. Seelsorgliche Begleitung kann digital unter reflu.ch/gesundheit gebucht werden. Ein weiterer Schwerpunkt im Jahr 2025 war die Prävention und der Schutz vor Grenzverletzungen. Mit der Einführung einer unabhängigen externen Meldestelle sowie den Vorbereitungen für Verhaltenskodex und entsprechende Schulungen.»
Erste Lesung Finanzausgleichsgesetz
In erster Lesung beriet die Synode das neue Finanzausgleichsgesetz, das den Verfassungsauftrag zu Solidarität und einem angemessenen Ausgleich unter den Kirchgemeinden umsetzt. Vorgesehen ist ein horizontaler Ressourcenausgleich von finanzstarken zu finanzschwächeren Kirchgemeinden. Nach den Modellberechnungen wären Luzern sowie Meggen-Adligenswil-Udligenswil Gebergemeinden, während Dagmersellen, Escholzmatt, Hochdorf, Reiden, Willisau-Hüswil und Wolhusen Mittel erhielten. Horw und Sursee lägen in der neutralen Zone. Die zweite Lesung ist für den 25. November 2026 vorgesehen. Das Gesetz soll auf den 1. Januar 2027 in Kraft treten mit erstem Ausgleichsjahr 2028.
Kein Teuerungsausgleich für die Löhne
Auf Antrag des Synodalrats und nach Anhörung der Kirchgemeinden verzichtet die Synode per 1. Januar 2027 auf einen Teuerungsausgleich auf den Löhnen der kirchlichen Angestellten. Acht der zehn Kirchgemeinden hatten sich in der Anhörung gegen einen Ausgleich ausgesprochen. Der Indexstand bleibt unverändert bei 108,3 Punkten.
Inpflichtnahme Mitglied GPK und weitere Themen
Die Synode hat Jonas Wälchli für den Wahlkreis Luzern, Teilkirchgemeinde Rigi-Südseite, in Pflicht genommen. Weiter hat die Synode Jonas Wälchli als Mitglied der GPK gewählt. Auf der Traktandenliste standen weiter die Orientierung über die Prüfung des Postulats Christian Walss betreffend Überprüfung des Lohnsystems sowie unterschiedliche Jahresberichte des Pfarrkapitels, des Diakonatskapitels und der Schlichtungsstelle.