Gesundheitsseelsorge: Markus Naegeli ist beim Brückendienst der Spitex Stadt Luzern gestartet

Die Reformierte Kirche Kanton Luzern stärkt mit der Gesundheitsseelsorge den ambulanten Bereich der Versorgung und startet eine erste Kooperation mit der Spitex Stadt Luzern. Seit Anfang 2026 ist Markus Naegeli als Gesundheitsseelsorger im spezialisierten Palliative Care Team Brückendienst tätig. Er begleitet schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige zu Hause.  

Dienstag, 10. März 2026

Lilian Bachmann, Markus Naegeli und Caroline Kriemler im Rahmen der Kooperation. (Bild Emanuel Am Lilian Bachmann, Markus Naegeli und Caroline Kriemler im Rahmen der Kooperation. (Bild Emanuel Am

Das Parlament der Reformierten Kirche Kanton Luzern hat im November 2025 dem Projekt «Reformierte Gesundheitsseelsorge» mit einem Sonderkredit zugestimmt und damit die Grundlage geschaffen, dass die erste Kooperation ab Anfang 2026 mit der Spitex Stadt Luzern starten konnte. Mit dem Projekt, das angelegt ist auf die Jahre 2026 bis 2028, beginnt ein neues und innovatives Angebot im ambulanten Bereich: Gesundheitsseelsorgende begleiten Menschen in Lebens- und Sinnfragen ortsunabhängig, in Übergangssituationen, unterwegs oder digital. Ein besonderer Fokus liegt dabei zu Beginn im Bereich Palliative Care.

Interprofessionelle Zusammenarbeit
Caroline Kriemler, Pflegeexpertin Palliative Care im Team Brückendienst der Spitex Stadt Luzern, sagt dazu: «Die Nachfrage nach unseren spezialisierten Palliative-Care-Dienstleistungen ist gross. Unsere Arbeit basiert auf einem interprofessionellen Ansatz, in dem Pflege, Medizin, psychosoziale Unterstützung und Seelsorge eng zusammenwirken. Es freut uns sehr, dass Spezialseelsorger Markus Naegeli neu unser Team erweitert und seine Fachkompetenzen zum Tragen kommen: Im Team, bei Angehörigen und bei unseren Klientinnen sowie Klienten.» Palliative Care versteht den Menschen in seiner Ganzheit – körperlich, psychisch, sozial und spirituell. Diese Haltung prägt die Zusammenarbeit im Brückendienst und stärkt die gemeinsame Aufgabe, Menschen am Lebensende umfassend zu begleiten. Der Brückendienst ist über die Stadt Luzern hinaus in den Gemeinden Adligenswil, Buchrain, Dierikon, Ebikon, Emmen, Emmenbrücke, Gisikon, Honau, Horw, Kriens, Meierskappel, Meggen, Root und Udligenswil tätig.

Im Team eingebunden
Rund um die Integration im Team und die Zusammenarbeit haben die Spitex Stadt Luzern und die Reformierte Kirche Kanton Luzern eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Angestellt ist Markus Naegeli bei der Reformierten Kirche Kanton Luzern, welche auf Seelsorge spezialisiert ist. Synodalratspräsidentin Lilian Bachmann fasst dies wie folgt zusammen: «Wenn es um Lebens- und Sinnfragen geht, sind wir für alle Menschen unabhängig ihrer Konfession da. Die Kooperation mit der Spitex Stadt Luzern ist ein weiteres Beispiel für die interprofessionelle Zusammenarbeit. Unsererseits sind wir offen für weitere Kooperationsformen, welche sich an der Nachfrage der Bevölkerung orientieren. Es freut uns sehr, dass wir mit Markus Naegeli eine sehr erfahrene Persönlichkeit für den gemeinsamen Start gewinnen konnten.» Im Team Brückendienst der Spitex Stadt Luzern ist er seit Januar dieses Jahres eingebunden.

Zur Person Markus Naegeli
Spezialseelsorger Markus Naegeli war während vieler Jahre im Team Palliative Care im Zürcher Oberland tätig sowie als Spitalseelsorger in unterschiedlichen Spitälern. Er verfügt über langjährige Erfahrung im ambulanten Bereich. Aktuell ist er auch am Luzerner Kantonsspital tätig und zudem Supervisor CPT (Clinical Pastoral Training) sowie Lehrbeauftragter der Universität Zürich.

Integrierte Versorgung
Die integrierte Gesundheitsversorgung des Kantons Luzern legt einen ganzheitlichen Fokus auf die Gesundheit der Bevölkerung und stellt den Menschen und seine Gesundheit ins Zentrum. Ziel ist unter anderem, dass Leistungserbringende und Fachpersonen kompetenzgerecht, interprofessionell, koordiniert, effizient und patientenzentriert zusammenarbeiten. Die Reformierte Kirche Kanton Luzern als öffentlich-rechtliche Institution ist ebenfalls Teil dieses Prozesses und leistet zur Gesundheitsförderung, in der Prävention und in der Versorgung einen aktiven Beitrag für alle – unabhängig einer Konfession.