OE-Prozess: aktueller Stand und weiteres Vorgehen
Unsere Kirchgemeinde will sich so organisieren, dass sie langfristig zukunftsfähig bleibt. Dazu haben wir vor einem Jahr einen breit abgestützten partizipativen Prozess gestartet. Die Ergebnisse diskutiert der Grosse Kirchenrat im Juni.
Für die gemeinsame Lösungsfindung wurden eine Projektgruppe und eine Resonanzgruppe gebildet. Mitarbeitende der Kirchengutsverwaltung und die externe Firma B’VM Beratung hat beide Gruppen begleitet. Die Projektgruppe ist verantwortlich für die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen zuhanden des Vorstands, der danach den Bericht und Antrag an den Grossen Kirchenrat erarbeitet. Die acht Mitglieder haben sich seit März 2025 zu sechs Workshops getroffen – ein letzter Workshop findet am 20. April statt. Die Resonanzgruppe repräsentiert die Vielfalt innerhalb der Kirchgemeinde Luzern und besteht aus rund 30 Personen. Sie wurden an drei Workshops über die Arbeit der Projektgruppe informiert und diskutierten jeweils die Zwischenergebnisse.
Einigkeit bei der Stossrichtung
Alle Workshops waren von einer konstruktiven Stimmung geprägt und bauten auf den Diskussionen und gewonnen Erkenntnissen auf. Der Prozess hat einiges in Bewegung gebracht und dafür gesorgt, dass eine gemeinsame Stossrichtung gefunden wurde und ein Zielbild entstand, das von allen Teilnehmenden der Projektgruppe mitgetragen wird.
Blick über den Tellerrand
In den ersten Workshops der Projektgruppe wurden vergleichbare Kirchgemeinden vorgestellt, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Zudem wurden basierend auf dem Analysebericht Bewertungskriterien erarbeitet, um die Optionen an Strukturanpassungen vergleichen zu können. Die Teilnehmenden untersuchten und diskutierten verschiedene Organisationsmodelle und bewerteten diese anhand von vorgängig erarbeiteten Kriterien.
Teils vertiefte Abklärungen nötig
An zwei Workshops im Oktober 2025 wurden bestehende Prozesse in den Bereichen Personal, Immobilien oder kirchliches Leben analysiert, um daraus Ideen für die künftige Organisationsform abzuleiten. Die Diskussionen zeigten unter anderem, dass gewisse Prozesse mit einfachen Massnahmen kurzfristig optimiert werden können, und es gleichzeitig Möglichkeiten für längerfristige Massnahmen gibt, die vertiefte Abklärungen, weitere Gespräche und mehr Zeit benötigen. Ein verstärkter Fachaustausch liesse sich beispielsweise rascher umsetzen als die Einführung von Betriebsleitungen in den Teilkirchgemeinden. In allen Diskussionen wurde zudem deutlich, dass Veränderungen der Organisationsstruktur immer auch Auswirkungen auf Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten haben.
Strukturelemente definieren und bündeln
Anhand dieser Erkenntnisse machte sich die Projektgruppe Gedanken über kurz-, mittel- und langfristige Verbesserungsmassnahmen unserer Kirchgemeinde. Die Projektgruppe definierte in weiteren Workshops eine Vielzahl an möglichen Strukturelementen und erarbeitete einen Vorschlag, wie und wann diese weiter konkretisiert und umgesetzt werden könnten. Dies bildet nun die Entscheidungsgrundlage für den Grossen Kirchenrat. Der entsprechende Bericht und Antrag wird zurzeit erarbeitet und am 22. Juni im Parlament beraten. Die Sitzung ist öffentlich.