HR-Arbeit entlastet Teilkirchgemeinden

Rea Fasnacht ist seit letztem September HR-Leiterin der Kirchgemeinde Luzern. Im Gespräch sagt sie, was sie seither umgesetzt hat und wie sie die Teilkirchgemeinden (TKG) konkret unterstützt.  

Dienstag, 31. März 2026

Rea Fasnacht; Foto: Manuel Huber Rea Fasnacht; Foto: Manuel Huber

Wie haben Sie die erste Zeit erlebt?
Die erste Zeit war und ist sehr intensiv – im positiven Sinn. Ich bin mit vielen neuen Menschen, Themen und Fragestellungen in Kontakt gekommen und habe schnell gemerkt, wie vielfältig und lebendig diese Organisation ist. Mir war es von Anfang an wichtig, präsent zu sein und zuzuhören.  

Was hat dich überrascht, gefreut oder beeindruckt?
Besonders gefreut hat mich die grosse Offenheit, die mir entgegengebracht wurde. Viele Mitarbeitende und Kirchenpflegen haben sehr ehrlich geschildert, was gut läuft und wo sie sich Unterstützung wünschen. Überrascht hat mich die Komplexität der Strukturen – gerade durch die vielen Teilpensen und unterschiedlichen Arbeitskulturen. Gleichzeitig hat mich beeindruckt, mit wie viel Engagement und Herzblut hier gearbeitet wird. 

Was konnten Sie bisher konkret umsetzen? 
Ich habe Abläufe in der Personaladministration erarbeitet, dokumentiert und vereinheitlicht. Ein weiterer Schwerpunkt war die Unterstützung der HR-Verantwortlichen in den Kirchenpflegen: Ich begleite sie bei Personalfragen, berate in anspruchsvollen Situationen und helfe dabei, rechtliche und organisatorische Themen verständlich einzuordnen. Ich durfte bereits mehrere Rekrutierungen begleiten und meinen neu aufgebauten Rekrutierungsprozess anwenden. Dadurch konnten Stellenbesetzungen strukturierter, transparenter und für alle Beteiligten klarer gestaltet werden. 

Sie führten einen regelmässigen HR-Austausch mit den Teilkirchgemeinden ein. Was passiert da?  
Wir schauen Prozesse wie zum Beispiel Rekrutierung, Zeiterfassung oder On- und Offboarding gemeinsam an. Ziel ist eine möglichst einheitliche und klare Handhabung in allen TKG. Parallel dazu baue ich Strukturen und Hilfsmittel auf. Viele dieser Arbeiten passieren im Hintergrund, entlasten den Alltag aber spürbar.   

Wie kommt Ihre Unterstützung in den Teilkirchgemeinden an?
Die Rückmeldungen sind sehr wertschätzend. Oft höre ich, dass es als entlastend empfunden wird, eine feste HR-Ansprechperson zu haben, die zuhört, Zusammenhänge erklärt und bei Unsicherheiten unterstützt. Besonders schön finde ich, dass mir Vertrauen entgegengebracht wird – das ist für meine Arbeit zentral.   

Was beschäftigt Sie aktuell?
Die Frage, wie wir Mitarbeitende, Kirchenpflegen und Führungspersonen noch besser unterstützen können. Geplant sind weitere Vereinfachungen von Prozessen sowie der gezielte Einsatz digitaler Hilfsmittel, um administrative Arbeiten zu reduzieren. Gleichzeitig ist mir wichtig, den persönlichen Austausch weiter zu pflegen, denn gute HR-Arbeit besteht für mich aus Struktur und Beziehung.