Altersseelsorgerin Lilli Hochuli im Videointerview: «Die Alten» gibt es nicht

Was brauchen Menschen im hohen Alter wirklich? Und wie kann die Kirche sie auf ihrem Lebensweg begleiten? Die reformierte Pfarrerin Lilli Hochuli spricht über das Älterwerden, die Bedeutung persönlicher Begegnungen und die Kraft von Glaube und Zuversicht.

Freitag, 23. Oktober 2026

Altersseelsorgerin Lilli Hochuli. (Bild: Raul Steffer) Altersseelsorgerin Lilli Hochuli. (Bild: Raul Steffer)

Als Lilli Hochuli ein Ehepaar um die 90 fragt, ob die beiden auch über das Sterben sprechen, erhält sie eine überraschende Antwort: «Nein, wir wollen leben.» Für die reformierte Pfarrerin und Altersseelsorgerin in Hochdorf bringt diese Begegnung eine wichtige Erkenntnis auf den Punkt: Ältere Menschen beschäftigen sich ebenso mit dem Leben, ihren Beziehungen und der Zukunft wie jüngere Generationen.

Seit neun Jahren begleitet Lilli Hochuli als Pfarrerin Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Während eines viermonatigen Studienurlaubs hat sie sich intensiv mit dem Älterwerden und der Seelsorge auseinandergesetzt. Im Gespräch mit Carole Bolliger, Redakteurin des Kirchenboten, erzählt sie, weshalb sie sich für ein positives Altersbild einsetzt und warum jeder Mensch unabhängig vom Alter mit seinen individuellen Bedürfnissen wahrgenommen werden sollte.

Besonders am Herzen liegt ihr die kirchliche Seelsorge. Ob bei persönlichen Gesprächen, Besuchen im Altersheim oder in der Begleitung am Lebensende: Für Lilli Hochuli stehen das Zuhören, die Begegnung auf Augenhöhe und das gemeinsame Tragen von Sorgen und Hoffnungen im Mittelpunkt. Dabei können auch der Glaube und das Gebet wertvolle Kraftquellen sein.

Das Videointerview zeigt eine engagierte Pfarrerin, die mit viel Einfühlungsvermögen, Humor und Zuversicht auf das Älterwerden blickt und deutlich macht, wie wertvoll die Begleitung durch die Reformierte Kirche in jeder Lebensphase sein kann.