Abschiedsgottesdienst von Barbara Steiner
Sonntag, 28. Juni 2026
10:00 bis
11:15 Uhr
Martinskirche Adligenswil
Meiersmattstrasse 11, 6043 Adligenswil
Barbara Steiner,
anschliessend Musik und Essen
Nach über drei Jahren voller Impulse verlässt uns Pfarrerin Barbara Steiner.
Wir blicken gemeinsam mit ihr zurück auf bewegende Begegnungen, neue Projekte und den Mut zum offenen Weg.
Barbara, wenn du an deinen Start hier vor drei Jahren zurückdenkst: Gibt es eine bestimmte Begegnung aus den ersten Tagen, die dir bis heute in Erinnerung geblieben ist?
An einem der ersten Tage war ich am Infoanlass zum Weltgebetstag und traf dort auf Elisabeth Schiess und Yvonne Buschor. Vom ersten Moment an hatte ich ein sehr gutes Gefühl und so stieg die Vorfreude auf die Zusammenarbeit und alles, was noch kommen darf.
Du hast in kurzer Zeit Formate wie das «Taizégebet», den «Witwenträff» und vieles mehr mitgeprägt. Welches dieser Projekte liegt dir besonders am Herzen?
Das «Fiire mit de Chliine» liegt mir besonders am Herzen. Dort darf ich den Allerkleinsten die Freude an der Kirche weitergeben und für die Eltern einen Raum schaffen, in dem sie sich austauschen können.
In der Jugendarbeit braucht es oft viel Energie. Was nimmst du aus der Zeit mit unseren Jugendlichen als «Proviant» für deinen weiteren Weg mit?
Die Arbeit mit den Jugendlichen hat mir sehr viel gegeben. Sie sind ehrlich und authentisch. Ich durfte erleben, dass ich einen Unterschied machen kann und sie in dieser wichtigen Zeit ihres Lebens begleiten darf. Das gibt Kraft weiterzumachen.
Wo gehobelt wird, fallen Späne: Gab es in den drei Jahren auch Herausforderungen oder «harte Nüsse», die es zu knacken galt?
Neben etwas anstrengenden Büroaufgaben gab es natürlich menschlich herausfordernde Situationen, insbesondere Schicksalsschläge, die nicht so leicht zu verarbeiten waren, mich jedoch viel über das Leben gelehrt haben.
In Interviews hast du mehrfach betont, dass die Kirche «Partei ergreifen» muss. Wie konntest du diese Vision einer weltoffenen Kirche vor Ort umsetzen?
Mich freut es sehr, dass wir mit dem «Grünen Güggel» ein Zeichen für den Klimaschutz setzen konnten. Ebenso durfte ich verschiedene Gottesdienste mitgestalten, wie z. B. den Pride-Gottesdienst in Luzern. So konnte ich meine Anliegen einbringen.
Du hast angekündigt, deinen weiteren Weg bewusst offen zu lassen. Hat sich dieses «Vakuum» inzwischen mit Plänen gefüllt?
Ich geniesse es sehr, keinen Plan zu haben. Ich habe Ideen, die ich so weit umsetzen werde, bis mir etwas Anderes über den Weg läuft. Ich bin sehr dankbar für diese Freiheit und freue mich darauf.
Was möchtest du den Menschen in Meggen, Adligenswil und Udligenswil mit auf den Weg geben?
Ein herzliches Dankeschön an alle Menschen, denen ich begegnen durfte, die mir Vertrauen entgegengebracht haben, ihre Zeit, ihr Interesse und ihre Gaben eingebracht haben. Ich wünsche allen von Herzen Gottes Segen und viel Freude beim Dranbleiben und Weitermachen. A Dieu!
Das Interview führte Andreas Bachmann, Kommunikation