Studie gfs.bern: Mitgliederbefragung Schutz vor Grenzverletzungen startet
Im Auftrag der Reformierten Kirche Kanton Luzern führt gfs.bern eine Studie zum Thema «Grenzverletzungen» in der reformierten Kirche im Kanton Luzern durch. Diese Studie zielt darauf ab, die Mitglieder für Grenzverletzungen zu sensibilisieren und davor zu schützen. Am 13. Januar startet die Befragung bei 4'000 Mitgliedern.
Der Synodalrat der Reformierten Kirche Kanton Luzern hat das Forschungsinstitut gfs.bern mit einer Studie zur Prävention und zum Schutz vor Grenzverletzungen beauftragt. Ziele sind eine Situationsanalyse, die Evaluation von bestehenden Strukturen sowie die Weiterentwicklung der landeskirchlichen Präventionsarbeit.
Einladung für Teilnahme
Die Einladung zur Teilnahme an der Befragung erfolgt am 13. Januar per Post an 4‘000 Mitglieder. Die Befragung findet online bis Anfang Februar statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr vorliegen.
Arbeitsgruppe startet
Seit 2022 arbeitet der Synodalrat intensiv daran, die Prävention und den Schutz vor Grenzverletzungen in der Landeskirche mit ihren Kirch- und Teilkirchgemeinden zu stärken und zu verbessern. Die Synode hat hierzu 2024 die erforderlichen Anpassungen der gesetzlichen Grundlagen beschlossen. Seit Januar 2025 ist zudem eine externe und unabhängige Meldestelle tätig. Diese steht allen offen und bearbeitet Meldungen von Grenzverletzungen im Kontext der Reformierten Kirche im Kanton Luzern vertraulich und unabhängig. Wie die externe Meldestelle erreichbar ist, finden Betroffene unter reflu.ch/meldestelle. Weiter nimmt im Januar die breit abgestützte Arbeitsgruppe aus Vertretenden der Kirchgemeinden, Berufsgruppen und der Landeskirche ihre Arbeit zur Erarbeitung des Verhaltenskodex auf. Darauf basieren dann wiederum die Schulungsinhalte für die unterschiedlichen Anspruchsgruppen.
Investitionen in die Prävention
Im Jahr 2025 hat die Reformierte Kirche Kanton Luzern das Konzept zur Partizipation und Verankerung innerhalb der Landeskirche erarbeitet. Dies in Zusammenarbeit mit der Fachstelle MachtRaum, welche auch die obligatorischen Schulungen hierzu durchführen wird. Die Fachstelle verfügt über ausgewiesene Expertise im Bereich Prävention und Schutz vor Grenzverletzungen sowie langjährige Erfahrung in der Begleitung kirchlicher Organisationen in diesen Themen. Parallel zu Befragung, Verhaltenskodex und Schulungen hat das Luzerner Unternehmen LST AG die neuartige online Monitoring- und Kommunikationsplattform «Deklaris» entwickelt. Die Testphase ist abgeschlossen und mit einem Lizenzsystem steht die Plattform auch weiteren Organisationen zur Verfügung.