Ökumenischer Weltgebetstag im Rontal 2026

Ich will euch stärken – kommt!
Keleya – Danke – war das meistgehörte Wort am diesjährigen Weltgebetstag mit einer Liturgie, die von nigerianischen Christinnen geschrieben wurde. Fast 90 Frauen und Männer haben in Ebikon in der Franziskus-Kapelle am Anlass teilgenommen.

Ko. Von der Weltgebettags-Gruppe Rontal führten die Frauen aus Ebikon den liturgischen Teil des Anlasses durch; die Frauen aus Buchrain verwöhnten die Gäste mit nigerianischen Gerichten und die Gruppe aus Root dekorierte die Tische themagerecht und sehr einladend unter anderem mit «Kopflasten» aus wunderbaren Stoffen aus Nigeria. Durch das Mitwirken des nigerianischen Priesters Joseph Chidi Anumnu bekam der Anlass eine erfreuliche authentische Note. So erklärte der Priester zum Beispiel, dass z. B. Begrüssungen in Nigeria fast immer mit einer Kola-Nut geschehen, die zum Knabbern angeboten wird. Auch, dass Feste, wie Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen nie in einem kleinen, familiären Kreis gefeiert werden, denn alle die davon erfahren, wollen mittun. Auch über Land und Leute erfuhren die Teilnehmenden einiges so über Sprachen, Religionen, Länder, Ethnien, Bildung, die Regenzeit und über den Harmattan, den staubigen, trockenen Passatwind.

Die Geschichten aus den Leben der Nigerianerinnen Beatrice, Jato und Blessing präsentierten auf eindrückliche Art Eva Buchs, Marianne Scheidegger, Bea Birrer und Madeleine Gmünder, sie alle in echte nigerianische Stoffe gehüllt. Auch wenn vor allem die Frauen in Nigeria ein hartes, arbeitsreiches und verantwortungsvolles Leben führen, scheint ihnen Gesang, Dankbarkeit und ein enormes Gottvertrauen den Weg zu erleichtern. Die einfachen, aber schönen Lieder, die von den Gästen mitgesungen wurden, begleitete Julia Stadelmann am Klavier. Schliesslich kamen alle Anwesenden in den Genuss eines, von Kaplan Anumnu in der Igbo-Sprache gesungenen Gebets.

Die schweizweit gesammelten Kollekten kommen verschiedenen Projekten zugute. In Nigeria unter anderem der nachhaltigen Entwicklung der Bildung, der Schulung von Kleinbauern, zur Unterstützung von Geschäftsmodellen von Frauen usw. 

Schliesslich bedankten sich die Frauen und der Kaplan bei der erfreulich grossen Schar von Gästen, Frauen, Männer, Jugendlichen für die Teilnahme und das offensichtliche Interesse am Weltgebetstag.