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Kirchgemeinden

Das kirchliche Leben der Evangelisch-Reformierten Kirche findet in den zehn Kirchgemeinden statt. Zu den Kirchgemeinden gelangen Sie durch anklicken der Orte auf der Karte. Die Kirchgemeinde Luzern setzt sich aus acht Teilkirchgemeinden aus der Stadt Luzern und der Agglomeration zusammen.

 

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Interview

30. September 2018

Liebe Regina, wir freuen uns sehr, dass du als neue Katechetin bei uns bist. Wie ist der Kontakt zu dir zustande gekommen?

Wir haben fast 20 Jahre in Sempach gelebt, da ergaben sich immer wieder Kontakte nach Hochdorf. Aus dieser gemeinsamen Zeit in der Kirchgemeinde Sursee kenne ich Marie-Luise Blum, und es gab in unseren Tätigkeiten immer wieder Berührungspunkte. In meiner Arbeit für die Fachstelle Öffentlichkeitsarbeit der Landeskirche Luzern ergaben sich dann weitere Anknüpfungspunkte mit der Kirchgemeinde Hochdorf.

Wie ist dein Ausbildungsweg?

Ich habe in der Schweiz und in Deutschland Theologie studiert, das Studium abgeschlossen und bin dann erst einmal in die weite Welt hinaus und habe unter anderem in Afrika, Asien und Osteuropa im Bereich Unternehmensberatung, Organisationsentwicklung und Erwachsenenbildung gearbeitet. Nach einer Familienpause bin ich mit einem Nachdiplomstudium im Bereich Kommunikation wieder in die bezahlte Arbeit für Hilfswerke und die Kirche eingestiegen.

Woher kommst und wo bist du aufgewachsen?

Ich bin in Waldshut, direkt an der Schweizer Grenze, aufgewachsen und zur Schule gegangen.

Was ist dir wichtig beim Unterricht und worauf hast du besonders Lust?

Ich unterrichte gerne, weil es jedes Mal interessant und ein Abenteuer ist. Wenn wir zum Unterricht zusammenkommen, bringt jede und jeder sich so mit, wie er oder sie ist. Die einen hatten einen anstrengenden Schulmorgen, andere kommen mit einem feinen Zmittag im Magen, manche träumen davon, dass sie jetzt lieber auf dem Fussballplatz wären. Ich versuche, die Schülerinnen und Schüler bei den Themen abzuholen, die sie beschäftigen. Ich nehme aktuelle Fragestellungen und Methoden auf, wie z.B. «Change», ein Nachdenken über Werte und verantwortliches Handeln oder «Achtsamkeit» oder «Resonanz».

Was ist für dich das Besondere am Hochdorfer Unterrichtsmodell?

Ich schätze es, dass es in Hochdorf relativ kleine Klassen gibt, d.h. man kann gut zusammenarbeiten. Mit den Schülerinnen und Schülern verbindet mich, dass sie sich untereinander und wir uns als Religionsklasse nicht häufig, dann aber intensiv sehen, d.h. wir verbringen den ganzen Nachmittag zusammen. An diesen Nachmittagen oder auch bei der Gottesdienstvorbereitung bewohnen wir dann das ganze Gebäude der Kirchgemeinde, wir sind im Gottesdienstraum, im Unterrichtszimmer, im Garten und in der Küche. Das Hochdorfer Unterrichtsmodell bietet bei allen Vorgaben durch den Lehrplan eine grosse Freiheit in der methodischen Umsetzung der Themen.

Was machst du privat und was sind deine Hobbies? Wo wohnst du jetzt?

Jetzt im Herbst zieht meine jüngste Tochter von daheim aus. Bis dahin haben vor allem meine drei jetzt erwachsenen Kinder mein Privatleben geprägt. Jetzt freue ich mich auf ruhige Abende, einen Lauf durch den Wald (ich wohne in Luzern am Gütschwald), kulturelle Abendveranstaltungen und wieder mehr Zeit zum Lesen.

Warum bist du eigentlich nicht Pfarrerin geworden, obwohl du doch Theologie studiert hast?

Ich habe sehr gerne Theologie studiert. Ich habe auch immer wieder in meinem Leben darüber nachgedacht, doch noch ins Pfarramt zu gehen. Schlussendlich bin ich aber in so vielen unterschiedlichen «Welten» daheim und es interessiert mich so vieles anderes, dass ich immer an Schnittstellen gearbeitet habe, also nur mit einem Bein im kirchlichen Umfeld.

Was ist dein Traum von Kirche?

Im Wunsch von Kurt Marti „dass Gott ein Tätigkeitswort werde“ finde ich mich wieder. Soziales Handeln, das Sichtbarsein von Kirche, das konkrete Erleben von Gemeinschaft ist mir wichtig. Wenn unsere Sehnsucht und Erfahrung, dass unser Leben über uns hinaus in Gott seinen Ursprung und sein Ziel hat, im Glauben, in der Kirche und auch im Religionsunterricht eine Heimat findet, dann sind wir diesem Traum ganz nahe. Das Interview führte Christoph Thiel