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KinoKirche «Magie des Lichts»

26.
Jan

KinoKirche «Magie des Lichts»

26. Januar
19:00 bis 20:30 Uhr

Kirchgemeindehaus Monbijou

Giovanni Segantini, Magie des Lichts

Mit einer unvergleichlichen Farbintensität, einer betörenden Lichtgestaltung und der symbolstarken Naturhaftigkeit der oft im Berghaften verorteten Sujets gehört Giovanni Segantini (1858-1899) zum erlauchtesten Kreis der europäischen Malerei. Nun würdigt der Schweizer Regisseur Christian Labhart den Künstler in einem Kinofilm. Die stimmige Hommage an eine facettenreiche Persönlichkeit und ihre zeitlos genuine Herzensvision ist formal überzeugend und von Empathie geprägt.
Giovanni Segantini – geboren im damals österreichischen, heute italienischen Arco im Tirol – verliert im Alter von sieben Jahren die Mutter; ein Erlebnis, das ihn traumatisiert, sein Frauen- und Lebensbild prägt. Er lebt eine Zeitlang bei seiner Halbschwester in Mailand, leidet an Hunger und vor allem an emotionaler Einsamkeit.
Als Heranwachsender vagabundiert er herum, landet in einer Besserungsanstalt. Mitte der 1870er-Jahre entscheidet sich Segantini für die Kunst, arbeitet für einen Dekorationsmaler, studiert. 1879 trifft er sowohl den Galeristen Vittore Grubicy de Dragon, seinen künftigen Berater, als auch Luigia „Bice“ Bugatti. Sie wird seine Lebensgefährtin und Mutter von vier Kindern. 1886 zieht die Familie nach Savognin im Bündnerland. Nun beginnt Segantinis internationale Karriere. 1899 arbeitet der Meister unter freiem Himmel an einem Gemälde auf dem Schafberg. Dort stirbt er am 28. September nach kurzer Krankheit in einer Hütte 2’700 Meter über Meer.