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Thé Littéraire im Februar

Nicht Anfang und nicht Ende

21.
Feb

Thé Littéraire im Februar

21. Februar
20:00 bis 21:30 Uhr

Weggis

Plinio Martini, Nicht Anfang und nicht Ende

Plinio Martini, der 1979 verstorbene Tessiner Autor, schildert wirklichkeitsnah und mit von unterdrücktem Zorn vibrierender Sprache das Leben der armen Bauern aus dem Maggiatal.

«Einer der erstaunlichsten Romane, die in der Schweiz je geschrieben wurden. Schliesslich gibt es in der neueren Literatur nur wenige Liebesgeschichten von der Behutsamkeit und Verhaltenheit der Geschichte von Gori und Madda lena.» Neue Zürcher Zeitung

«Nicht Anfang und nicht Ende»

ist ein bewegendes Buch, in dem die Melancholie oder – um einen Ausdruck zu verwen - den, der im Werk einige Male vorkommt – das «Bedauern» überwiegt. Zunächst einmal die Melancholie eines Volkes – dem des Autors – , das seit Jahrhunderten dazu gezwungen ist, das Glück in der Emigration zu suchen, aber auch und vor allem die Melancholie des Protagonisten Gori, der als junger Mann nach Amerika aufbricht und bei seiner Rückkehr Jahre später ein verändertes Land vorfindet. Dieser Gori, «ein armer Mann, der nur einen Haufen Traurigkeit hinter sich herzieht», erzählt, als nunmehr alter Mann, das eigene Leben als Emigrant: die Strapazen einer mühseligen Existenz, die verzehrende Liebe für die schöne Maddalena, die Entscheidung zur Emigration und die Jahre in Amerika, die Rückkehr. «Aufbrechen, zurückkehren, nicht mehr hier noch dort sein». Den Hintergrund bildet das Fresko einer Welt, das Landleben, das dem Verschwinden nah ist und vom Autor mit Anteilnahme und Detailreichtum eingefan gen wird.