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INTERVIEW MIT MARCELINA ARNOLD

01. April 2020

Im April 2020 war es so weit: Das Bilderbuch von Marcelina Arnold erschien im Rex Verlag. Es geht um einen Achtjährigen, der seinen an Demenz erkrankten Opi liebt und miterlebt, wie sich die Krankheit ausweitet. «Vielleicht morgen» ist ein Bilderbuch nicht nur für Kinder. Es soll helfen die Menschen zu sensibilisieren und über Demenz zu sprechen.

 

MLB: Marcelina, du bist Studentin an der PH Luzern. Wie bist auf die Idee gekommen, ein Buch für Kinder zu schreiben.

«Das Buch ist im Rahmen meiner Maturaarbeit entstanden. Ich hatte mich auf Pädagogik spezialisiert und habe schon immer gern gemalt. Daher kam die Idee, beide Leidenschaften zu kombinieren. Nachdem meine Maturaarbeit mit der Bestnote ausgezeichnet wurde, wurde ich immer wieder gefragt, warum ich mich nicht um eine Veröffentlichung bemühe. Damals hat sich auch eine ältere Dame aus der Kirchgemeinde dafür sehr eingesetzt.»

 

Nachdem du nach einem Jahr als Aupair wieder in der Schweiz warst, hast du viele Verlage angeschrieben. Beim Rex Verlag bist du auf offene Ohren gestossen. Warst du dann sehr erleichtert?

«Ja. Sehr dankbar und erleichtert war ich. Die Arbeit war damit aber nicht getan. Die Überarbeitung der ursprünglichen Bilder und der Geschichte stand an. Auch ein Nachwort entstand und Layout sowie Formatierung wurden angepasst.

Bei Texten kann ich mir eine Überarbeitung ja noch vorstellen. Aber wie kann man sich das vorstellen, Bilder zu überarbeiten? Man kann ja nicht das alte nehmen und nochmals darüber malen, oder?

«Kann man schon. Wenn es sich um kleine Details und Schattierungen handelte, die mir beim erneuten Betrachten meiner Bilder auffielen, habe ich dies auch so gemacht. Bei den meisten Bilder habe ich aber mit Kopien und neuen Entwürfen experimentiert. Da ich den Verlauf der Geschichte und besonders das Ende neu geschrieben habe, habe ich auch dafür neue Bilder angefertigt.»

 

Die Farbgebung in deinem Buch ist sehr speziell. Kannst du den Lesern dazu etwas mehr an Hintergrund verraten?

«Da man Demenzkranken von aussen nicht ansieht, wenn Veränderungen im Kopf entstehen, habe ich dies versucht mit der Änderung der Farben von farbig zu schwarz-weiss darzustellen. Auch die Gemütslage eines dementen Menschen kann sich schlagartig ändern. Durch das Verschwinden der Farben wollte ich dies andeuten.»

 

Besonders beeindruckt mich, dass du die Perspektive von einem Achtjährigen einnimmst, der miterlebt, wie sein Opa dement wird. Ich finde es eine starke Leistung, sich in einen so jungen Buben hineinzuversetzen.

 

«Da ich selbst keine persönlichen Erfahrungen mit der Demenzkrankheit hatte, habe ich den Kontakt zu einem Ehepaar gesucht und habe viele Gespräche mit der Frau und dem betroffenen Ehemann geführt. Ihr Enkel Nils hat genau diese Erfahrung durchlebt. Monatelang war ich mit dieser Familie verbunden. Ich habe mich dazu entschlossen den Namen des echten Enkels für meine Geschichte zu übernehmen»

 

Wie würdest du die Botschaft des Buches kurzgefasst beschreiben?

In der Geschichte sagte der Opi häufig zu seinem Enkel: Das machen vielleicht morgen. Eine wichtige Botschaft ist sicherlich: Überlegt euch gut, inwieweit ihr die schönen Momente im Leben wirklich auf die Zukunft verschieben wollt.»

 

Das fand ich speziell an deinem Buch. Du stellst nicht die Vergangenheit ins Zentrum, die langsam aus dem Gedächtnis des Opis verschwindet. Sondern du stellst die ungelebte Zukunft ins Zentrum.

«Ja, aber auch die Gegenwart, jeden Augenblick, in dem die beiden sich gutgetan haben. Demenz ist nicht heilbar und so ist auch klar welchen Lauf meine Geschichte einnimmt. Durch Opis Krankheit hat Nils gelernt, dass nichts so bleibt wie es mal war und dass man das Leben geniessen soll, so wie es halt gerade ist. Und was bleibt, sind auf alle Fälle Nils Erinnerungen an den liebevollen Opi.»

 

Du bist in Hochdorf aufgewachsen, in unserer Kirchgemeinde konfirmiert worden und engagierst dich z.B. im Kinderhütedienst, den wir parallel zu jedem Gottesdienst anbieten. Wenn du zurückdenkst an deine Sozialisation im Seetal und in der Kirchgemeinde: Was schätzt du an dem Leben hier?

«Ich schätze besonders die Beziehung zu den Menschen, welche ich seit der Geburt hier aufbauen durfte. Es ist schön, einfach mal spontan Freunde zu besuchen ohne weit fahren zu müssen. Die Überschaubarkeit des Seetals gefällt mir sehr. Es gibt hier viele schöne Plätze, die man geniessen kann. Ich fühle mich hier wohl.

 

Herzlichen Dank für dein Interview. Wie ich von dir gehört habe, kann man dein Buch direkt über dich beziehen. Es kostet 23 CHF und man kann dir einfach eine Mail schreiben: arnold.marcelina@outlook.com

Dann wünsche ich dir viele aufmerksame Leser und anregende Rückmeldungen! Interview wurde geführt von Pfarrerin Marie-Luise Blum

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