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Geschichtliches

Die Historie der Reformierten Kirche Wolhusen

Die Reformierte Kirchgemeinde blickt auf eine lange Geschichte zurück. Lesen Sie mehr über die Entstehung und Historie der evangelisch-reformierten Gemeinde.

Die Entstehung der Kirchgemeinde

Schon 1850 hatten sich zwei Reformierte in Wolhusen niedergelassen; 1900 waren es 200 und zehn Jahre später 300; dazu kamen 1910 100 Reformierte in Wolhusen-Markt und Werthenstein. Bis 1920 stieg die Zahl der reformierten Neuansiedler – meist aus dem Bernbiet – von 400 auf 530 Personen. Von dieser Entwicklung her ist verständlich, dass in Wolhusen, 18 Jahre nach Ruswil und Willisau, eine eigene Kirchgemeinde gegründet wurde. Zu erwähnen ist, dass ohne die Hilfe der protestantisch-kirchlichen Hilfsvereine verschiedener Kantone die Entwicklung dieser reformierten Landgemeinden in materieller, geistiger und geistlicher Hinsicht kaum möglich gewesen wäre.

Am Geburtstag der reformierten Kirchgemeinde Wolhusen, dem 6. März 1904, wurde in einem Schulzimmer des Schulhauses an der Menznauerstrasse ein feierlicher Gottesdienst zelebriert und anschliessend die erste Kirchgemeindeversammlung abgehalten. An dieser Zusammenkunft wurde die Gründung der Kirchgemeinde besiegelt. Seit 1927, nach der staatlichen Anerkennung der Evangelisch-reformierten Kirche im Kanton Luzern, umfasst die Kirchgemeinde Wolhusen die politischen Gemeinden Doppleschwand, Entlebuch, einen Teil von Menznau (mit Menzberg und Geiss), Romoos, Werthenstein, natürlich Wolhusen und später auch Ruswil.

Der Pfarrer von Wolhusen betreute auch die reformierte Kirchgemeinde Ruswil. Die beiden Kirchgemeinden arbeiteten eng zusammen als Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Wolhusen-Ruswil. 1963 vereinigten sie sich zur Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Wolhusen. Im Jahre 1968 wurde die Kantonalkirche des Kantons Luzern gegründet. Die reformierten Kirchgemeinden des Kantons Luzern waren somit unter einem Dach, so dass die Hilfsvereine, für Wolhusen der Protestantisch-Kirchliche Hilfsverein Bern, entlastet wurden.

Die Kirche

Der 8. November 1925 war für die Kirchgemeinde ein wichtiger Tag. An diesem Sonntag wurde die reformierte Kirche in Wolhusen eingeweiht. Der Bau der Kirche und des Pfarrhauses kostete damals Fr. 190’000.-. Dank der Reformationskollekte von 1925 (aus allen schweizerischen reformierten Kirchgemeinden am Reformationssonntag) war die Restschuld nicht mehr allzu gross. 1971/72 wurde die Kirche einer Totalrevision unterzogen. Auch damals konnte über die Hälfte der Kosten mit der Reformationskollekte 1973 gedeckt werden. Die Deckenbemalung und die Wandbilder über und neben der Kanzel (August Babberger, 1925) wurden unter Denkmalschutz gestellt. Der Kirchenestrich wurde 1986/87 zu einem heimeligen Aufenthaltsltsraum ausgebaut. «D Sunnestube» (Sonnenstube), wie dieser Raum genannt wird, brachte nicht nur mehr Raum für Zusammenkünfte, sondern auch eine Stätte mit viel Wärme und «Wöhli». Er trägt zudem bei zur «gelebten Ökumene». Für den Ausbau der Sonnenstube wurden ungefähr 1000 Stunden Fronarbeit geleistet.

Lebendige Kirche

Eine Kirchgemeinde lebt bekanntlich nicht vom Sonntagsgottesdienst allein, sondern auch von all den verschiedenen Gruppen, welche das Kirchgemeindeleben «warm halten». Bereits 1901 wurde die Sonntagsschule (heute auch Kindergottesdienst genannt) ins Leben gerufen. 1904 entstand der erste Kirchenchor.

1923 gründeten einige Frauen den Evangelisch-reformierten Frauenverein Wolhusen-Ruswil, der auch heute noch eine starke Stütze der Kirchgemeinde ist. 1944 wurde die Wichtigkeit eines Krankenpflegevereins erkannt und auch einer gegründet; neben der Kirchgemeinde Wolhusen-Ruswil beteiligte sich die Glaubensgemeinschaft Hackenrüti an diesem «Unternehmen». Während ungefähr 30 Jahren leistete diese Institution mit ihrer Krankenschwester viele gute und sehr nützliche Dienste. Mit der Einführung der Krankenpflege und der Familienhilfe durch die politische Gemeinde Wolhusen wurde der Krankenpflegeverein überflüssig.

1945 wurde die Jugendgruppe Röscho gegründet, welche lange Jahre ein wichtiges Glied der Kirchgemeinde war. 1998 wurde sie infolge Nachwuchsmangels in einem feierlichen Akt zu Grabe getragen und aufgelöst. 1984 wurde ein Besucherkreis ins Leben gerufen. Seine Mitglieder besuchen Kranke und einsame Menschen in regelmässigen Abständen. Eine Besonderheit der Kirchgemeinde Wolhusen ist, dass eine ganze Anzahl von Mitgliedern von Hopöschen/Ruswil gleichzeitig der Evangelischen Gesellschaft (EG) Luzern (Stadtmission) angehören (die EG ist im Kanton Bern beheimatet und gehört dort zur Evangelisch-reformierten Kirche). Diese «Doppelmitglieder» bereichern mit ihren Anregungen und Anstössen das Leben der Gemeinde, so zum Beispiel mit dem Posaunenchor, der Jungschar usw.

Leitung der Kirchgemeinde

In der Leitung der Kirchgemeinde von damals bis heute waren neun Pfarrpersonen und zehn Kirchgemeindepräsidenten tätig.

Pfarrpersonen
1886-1917: Ulrich Bähler(Pfarrer von Willisau, Ruswil und Wolhusen)
1917-1922: Huldrich Bähler
1922-1929: Walter Junger
1929-1934: Paul Bösiger 1934-1958: Heinrich Steuri
1958-1961: Kurt Röthlisberger
1962-1981: Fritz Leuenberger
1981-1989: Stephan Matthias
1990-1999: Karl-Heinz Pelz
1999-2016: Jasmin Steffen
seit 2017: Bernd Steinberg

Präsidenten in Ruswil
1886-1910: Johann Blaser, Hopöschen
1910-1927: Johannes Fahrni-Wytten-bach, Schützenberg
1927-1963: Johann Fahrni-Blaser,Schützenberg

Präsidenten in Wolhusen
1904-1916: Fritz Weingart, Unterschlechten
1916-1931: Albert Killer, Gärtnerei
1931-1951: Erwin Ruesch, Drogerie, Entlebuch
1951-1962: Werner Killer, Gärtnerei
1962-1971: Johann Bieri, Wermelingen
1971-1982: Hermann Schori, Wolhusen-Markt
1983-1997: Emil Hofstetter, Wolhusen
1997-2005: Bruno Fankhauser
seit 2005: Urs Vontobel

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