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Kirchgemeinden

Das kirchliche Leben der Evangelisch-Reformierten Kirche findet in den acht Kirchgemeinden statt. Zu den Kirchgemeinden gelangen Sie durch anklicken der Orte auf der Karte. Die Kirchgemeinde Luzern setzt sich aus 8 Teilkirchgemeinden aus der Stadt Luzern und der Agglomeration zusammen.

 

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Interview mit Pfarrerin Lilli Hochuli

Fragen an eine Pfarrerin

Seit weingen Wochen weilt Pfarrerin Lilli Hochuli in Hochdorf. Im Interview verrät sie, wie es ihr dabei geht. Das Interview führte Christoph Thiel.

Seit wenigen Tagen bist du nun in Hochdorf, wie war dein Einstieg?
In der ersten Woche gibt es natürlich noch sehr viel Organisatorisches zu erledigen, auch für eine Pfarrerin: Der Computer muss funktionieren und das Telefon muss laufen. Aber gleich an meinem ersten Tag bin ich einmal über die Strasse ins Sonnmatt gegangen. Und dann habe ich das tun dürfen, wofür ich Pfarrerin geworden bin: Einem Menschen in einer schwierigen Situation beistehen. Ansonsten freue ich mich über mein schönes helles Arbeitszimmer mit dem von mir gewünschten Stehpult und der Sicht auf die Berge.


Du hast lange in einem anderen Beruf gearbeitet?
Aber das ist schon fast 10 Jahre her, dass ich als Juristin gearbeitet habe. Vor 9 Jahren habe ich mein Theologiestudium aufgenommen.


Weshalb hast du dich beruflich neu orientiert?
Die Theologie hat mich nie losgelassen. Ich bin in einem reformierten Elternhaus in Allschwil bei Basel aufgewachsen – mit Sonntagsschule und „allem Drum und Dran“. Ich habe mich in der Reformierten Kirche immer beheimatet gefühlt. Mit 21 Jahren habe ich mich entscheiden müssen zwischen Jus und Theologie. Vielleicht habe ich mich damals noch nicht reif genug gefühlt für das Pfarramt. Aber ich bin immer an Glaubensfragen dran geblieben, war Mitglied im Fraumünsterverein, habe immer leidenschaftlich gerne Gottesdienste besucht. Mit 40 habe ich gemerkt: Du hast die Leidenschaft immer noch, du kannst es dir finanziell leisten, und du willst deinen Beitrag zur Zukunft der Kirche leisten – dann habe ich es einfach gemacht. Um mehr zu wissen und zu erfahren über den Glauben, musste ich an die Universität. Und schliesslich: Als Juristin habe ich Akten studiert; ich wollte mehr mit den Menschen zu tun haben.


Wo könnte man dich in deiner Freizeit antreffen?
Sicher in der Natur, auf einer Wanderung am See entlang, irgendwo auf einer Bank oder in einem schönen Bergrestaurant oder in einer Hütte bei Kaffee und Kuchen, gerne in Gesellschaft, gerne auch bei einem feinen Essen und einem guten Glas Wein mit Freunden.


Deine Lieblingsorte in der Schweiz?
Ganz klar das Engadin, mit seinen Seen, die knorrigen Bäume dort … ich habe da gerade 3 Monate Auszeit gemacht. Ich habe es sehr genossen, Zeit zu haben, auch für vernachlässigte soziale Kontakte, für Freunde und Verwandte.


Dann kommst Du ja ganz erholt zu uns! Welche Schwerpunkte wirst du bei uns haben?
Zuerst freue ich mich auf den Schwerpunkt Seniorenarbeit. Ich freue mich sehr auf die Menschen, denen ich hier begegne, auf die Regionaltreffen, auf die Gesprächsrunden. Ich finde es wichtig, erst einmal die Leute kennenzulernen: Welche Interessen haben sie? Was brennt ihnen unter den Fingernägeln?


Wie würdest du dich als Theologin beschreiben?
Ich bin am heutigen Leben orientiert, aber gleichzeitig ist mir die biblische Basis sehr wichtig; die Bibel ist für mich wie eine Schatztruhe; ich staune immer wieder über die Vielfalt der Geschichten und Glaubenserlebnisse. Die Bibel hat für mich nichts Museales, sondern möchte in unser Leben hineinwirken. Deshalb ist Dietrich Bonhoeffer für mich eine sehr beeindruckende Persönlichkeit. Wie in meiner Freizeit, so bin ich auch in meinem Glauben auf einer Art Wanderschaft. Ich weiss, ich bin immer zusammen mit Menschen unterwegs. Deshalb bin ich offen im Kontakt mit anderen – aber nicht orientierungslos!